Das Wort Sakrament hat seinen Ursprung im lateinischen ‚sacramentum’, was übersetzt ‚Weihe’ bedeutet. Im katholischen Glauben beziehen sich die sieben Sakramente auf ganz bestimmte Zeichenhandlungen, die Jesus Christus selbst eingesetzt hat. Durch den Vollzug dieser Sakramente zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unserem Leben, teilt uns Christus seinen Geist und die Gnade Gottes mit.
1. Taufe
Während des wichtigsten rituellen Teils der Taufe, wird der Täufling in Wasser getaucht oder sein Kopf mit Wasser übergossen. Dabei wird der Name des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes angerufen.
2. Firmung
Die Firmung dient dazu, die Taufgnade zu bestätigen, dass heißt, wir entscheiden uns als Heranwachsende noch einmal selbst und ganz bewusst für unseren Glauben. Während des Firmgottesdienstes legt der Bischof – oder sein Beauftragter – jedem Firmling die Hand auf und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“
3. Eucharistie
Wenn wir die Eucharistie begehen, feiern wir das Opfer des Leibes und des Blutes Christi. Somit ist dieses Sakrament das Zeichen der Einheit und das Band der Liebe.
4. Buße
Im Sakrament der Buße bekennen wir uns zu unseren Sünden, öffnen uns so vor Gott und versöhnen uns mit ihm und der Welt. Dieses Sakrament wird deshalb auch Sakrament der Versöhnung, der Vergebung, der Beichte oder der Umkehr genannt.
5. Krankensalbung
Die Kirche hat von Gott den Auftrag erhalten, die Kranken zu pflegen und sie zu begleiten. Daher betet der Priester bei der Krankensalbung für seine Schwester oder seinen Bruder und salbt sie mit Öl.
6. Priesterweihe
Bei der Weihe legt der Bischof dem Priester die Hand auf. Diese symbolische Handlung soll verdeutlichen, dass der Priester in der Person Christi handeln soll.
7. Ehe
Das Ehesakrament spenden sich die Eheleute gegenseitig und betonen dadurch die Grundbausteine ihrer Ehe: Einheit und Unauflöslichkeit.